Thinius Yachcharter hat Probleme

Es häufen sich die Gerüchte um die Insolvenz von Thinius Yachcharter. Der Inhaber der Thinius Andreas Kühn scheint mit allen Möglichkeiten die gebuchten Schiffe zur Verfügung zu stellen, leider gelingt es ihm nicht immer ein Ersatzboot zu organisieren.

Den Berichten von von nach, gibt es erste Strafanzeigen gegen die Firma, da bis kurz vor dem Törnantritt die bereits bezahlte Yachten für die Yachtcharter auf Mallorca nicht zur Verfügung gestellt werden konnten. Ersatzboote musste in voller Höhe nochmals gezahlt werden.

Die Yacht.de schreibt dazu auf deren Webseite, dass Daniel Barone von Barone Yachting dazu folgendes sagt: „Wir haben vier Buchungen bei Thinius auf Mallorca gehabt. Als die Törns der Kunden näher rückten, wunderten wir uns, dass keine weitere Informationen oder Unterlagen für die Kunden seitens der Charterbasis kamen. Auf Nachfrage stellte sich dann heraus, dass die Schiffe gar nicht mehr bei Thinius unter Vertrag waren, sondern von den Eignern in andere Firmen überführt worden waren. Die Geschäftsleitung hätte das Geld weiterleiten müssen, hat dies aber nicht getan.“ Es gelang dann, die Kunden auf andere Boote ohne Mehrkosten für diese umzubuchen, auf die Erstattung der geleisteten Anzahlungen wartet Barone bis heute.
Zwei weitere deutsche Agenturen berichten von ähnlichen Fällen, das Schema scheint immer dasselbe: Anzahlungen wurden geleistet, das Geld aber offenbar nicht weitergeleitet. Vier große deutsche Agenturen, die namentlich nicht genannt werden wollten, haben mittlerweile die Geschäfte mit Thinius eingestellt.
Laut dem Thinius-Geschäftsführer und Inhaber Andreas Kühn stellt sich die Sachlage anders dar:  „Es gab Unstimmigkeiten mit Eignern darüber, was in der Wartung der Schiffe charterbedingte Abnutzung ist und was Schäden, die durch Kunden verursacht werden. So etwas kommt immer wieder einmal vor, das gehört zum Geschäft.“
Von Unregelmäßigkeiten gegenüber Agenturen und Kunden könne keine Rede sein, es habe kurzzeitig Probleme mit einem defekten Schiff in Lemmer gegeben, die mittlerweile aber alle verrechnet worden seien. Gegenüber der YACHT erklärte er, das Schiff in Lemmer sei von den Vorkunden beschädigt worden.

Wir empfehlen daher dringend auf die Herausgabe von Sicherungsscheinen zu bestehen, so dass die Zahlungen für die Yachtcharter von einem neutralen Dritten wie Yachtpool, Pantheus oder EIS (European Insurance Services) abgesichert ist.

Denn ohne Sicherungsschein ist die Anzahlung im Falle einer Insolvenz des Anbieters oder auch der Agentur nicht rückversichert. Diese in dann im Normalfall verloren. Es gab in den letzten Jahren immer wieder Fälle, in denen genau das geschehen ist.  und ist dann in der Regel verloren, wie solche Fälle im Chartermarkt der letzten Jahre immer wieder belegt haben. Eigentlich auch nicht weiter erstaunlich, wenn man sich die Summen ansieht, mit denen zum Teil sehr kleine Agenturen hantieren und sei es Mismanagement, wirtschaftliche Einflüsse oder gar böswilliges Handeln – ein Sicherungsschein gilt immer noch als freiwillige Leistung der Charteragenturen und sollte von uns Kunden immer nachgefragt und eingefordert werden.

Quelle: yacht.de

Yachtcharter Sicherungsschein
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